Das ist mein Wien

Donnerstag, 8. Mai 2008, 20:30 Uhr
Samstag, 24. Mai 2008, 18:30 Uhr

Ö 1965; R: Hans Hollmann; D: Rudolf Carl, Waltraud Haas, Paul Hörbiger, Cissy Craner, Sissy Löwinger; 84 Min .

Musikalischer Bilderbogen aus dem Wien, wie es in den traditionellen Vorstellungen weiterlebt. Revueartig aufgebaute Nummern um einige Wiener Lieder, und im letzten Teil Ausschnitte aus berühmten Wiener Musikfilmen ergeben ansprechende Unterhaltung.

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Hilfe, meine Braut klaut!

Donnerstag, 8. Mai 2008, 18:30 Uhr
Samstag, 24. Mai 2008, 20:30 Uhr

Ö 1964; R: Werner Jacobs; D: Conny Froboes, Peter Alexander, Gunther Philipp, Rudolf Vogel; 83 Min.

Der fleißige Werbezeichner Valentin Haase hat sich Hals über Kopf verliebt. Er ahnt nicht, dass seine Angebetete nicht das hilfsbedürftige Mädchen auf Stellensuche ist, für das er sie hält, sondern die ausgesprochen wohlhabende Tochter des obersten Konzernchefs. Daher hat er für die wertvollen Gegenstände, die er immer wieder bei ihr findet, nur eine Erklärung: Seine Braut ist eine hoffnungslose Kleptomanin ...

Nach "Der Musterknabe" im Vorjahr inszenierte Werner Jacobs mit "Hilfe, meine Braut klaut" erneut eine klamaukreiche Verwechslungskomödie mit Peter Alexander und Conny Froboess. War im "Musterknaben" noch Alexander mit verschiedenen Identitäten zu Gange, gibt sich hier Froboess für eine andere aus, als sie eigentlich ist. Gesungen wird natürlich auch, von Alexander allein ("Was Frauen träumen") und im Duett mit Froboess ("Oh, Gloria", "Wodka Beatle Boy").

=> IMDB

Schwejks Flegeljahre

Mittwoch, 7. Mai 2008, 20:30 Uhr
Samstag, 24. Mai 2008, 16:30 Uhr

Ö 1963; R: Wolfgang Liebeneiner; D: Peter Alexander, Gunther Philipp, Rudolf Prack, Lotte Ledl; 92 Min.

Soldat Schwejk in der Kaserne, als Leutnantsbursche, im Manöver und im Munitionsarsenal. Ein unterhaltsamer Militärschwank.

Nur drei Jahre nach dem mit dem Golden Globe ausgezeichneten Heinz-Rühmann-Film "Der brave Soldat Schwejk" entstand diese österreichische Verfilmung des berühmten satirischen Stoffes aus der Feder von Jaroslav Hasek. Für Wolfgang Liebenreiner ("Die Trapp-Familie") verkörpert Schlager- und Filmstar Peter Alexander den listig-tollpatschigen Soldaten, unterstützt wird er von Rudolf Prack und Gunther Philipp, der Alexander auch bei einer der obligatorischen Gesangseinlagen unter die Arme greift. 1972 verfilmte Liebenreiner den Stoff noch einmal als 13-teilige TV-Serie mit Fritz Muliar in der Hauptrolle.

Josef Schwejk, missratener Sohn eines Fleischermeisters, verbringt seine Tage am liebsten mit seinen Hunden. Da ereilt ihn der Ernst des Lebens in Form des Einberufungsbescheids. Doch die Hoffnung seines Vaters, dass nun ein fescher Soldat aus seinem Sohnemann wird, erweist sich als grundlos: Der neue Rekrut darf die meiste Zeit im Arrest verbringen. Das ändert sich erst, als Oberleutnant Gustl ihn zu seinem Burschen macht und er sich der Aufgabe widmet, die Frauengeschichten seines Vorgesetzten zu ordnen.

=> Bildergalerie und Daten auf filmportal.de

Ein Alibi zerbricht

Mittwoch, 7. Mai 2008, 18:30 Uhr
Freitag, 23. Mai 2008, 20:30 Uhr

Ö 1963; R: Alfred Vohrer; M: Peter Thomas; D: Ruth Leuwerik, Sieghardt Rupp, Peter van Eyck, Michael Janisch; 97 Min .

Fernfahrer Siebeck (Michael Janisch) wird der fahrlässigen Tötung bezichtigt. Bei seiner Verteidigung kommt Anwältin Dr. Maria Rohn (Ruth Leuwerik) einem Mord auf die Spur, in den ihr eigener Mann (Peter van Eyck) verwickelt ist. - Ebenso spannender wie melodramatischer Krimi von Edgar-Wallace-Regisseur Alfred Vohrer.

=> Bildgalerie auf cinema.de
=> Wikipedia zum Film
=> Besprechung auf deutscher-tonfilm.de

Kaiser Joseph und die Bahnwärterstochter

Dienstag, 6. Mai 2008, 20:30 Uhr
Freitag, 23. Mai 2008, 18:30 Uhr

Ö 1963; R: Axel Corti; M: Bert Breit; D: Inge Konradi, Hans Moser, Hans Hold; 84 Min.

In Wurzelwang am Wurzel geht das Leben seinen ruhigen Gang. Bis eines Tages der Kaiser auftaucht... Die resolute Bahnwärtertochter rettet den österreichischen Kaiser Joseph II. vor einem Attentat durch den Räuber Rinaldo Rinaldini und wird daraufhin in den Adelsstand erhoben. Dem Vater wird seine andauernde Wilderei verziehen.

Verfilmung einer populären Volkstheaterposse, die Kaiser, Hof und Technik parodiert und österreichische Eigenarten aufs Korn nimmt. Nicht sonderlich tiefschürfende, aber liebenswert-amüsante Unterhaltung mit gut aufgelegten, behutsam geführten Schauspielern.
Hans Moser präsentiert in seiner letzten Filmrolle ein komödiantisches Kabinettstück als kaiserlicher Bahnwärter.

=> Daten zum Film auf IMDB

Waldrausch

Dienstag, 6. Mai 2008, 18:30 Uhr
Donnerstag, 22. Mai 2008, 20:30 Uuhr

Ö 1962; R: Paul Ostermayr; D: Marianne Hold, Sieghardt Rupp, Gerhard Riedmann; 93 Min .

Die Entfesselung menschlicher Leidenschaften und Schwächen während der Bauarbeiten an einem Staudamm. Eine Ganghofer-Wiederverfilmung in Kostümen der 60er Jahre.

Das Gebirgsdorf Maria Schnee soll einem Staudamm weichen und die Bevölkerung umgesiedelt werden. Ingenieur Lutz gelingt es zunächst, die Bewohner für das Projekt zu gewinnen. Nur Crispin Sagenbacher weigert sich.

Eifersüchtig, weil sich seine Wirtschafterin Beda zu Lutz hingezogen fühlt, wiegelt er die Arbeiter gegen den Ingenieur auf. Als der Regen einsetzt, bahnt sich eine Katastrophe an.Post veröffentlichen

Hochzeitsnacht im Paradies

Montag, 5. Mai 2008, 20:30 Uhr

Ö 1962; R: Paul Martin; B: Ernst Marischka; M: Friedrich Schröder D: Peter Alexander, Marika Rökk, Waltraud Haas, Gunther Philipp, Fred Liewehr, Hubert von Meyerinck; 104 Min.

So ein Filmstar hat es nicht leicht. Ulrich Hansen (Peter Alexander) will sich endgültig von seinem Casanovaleben verabschieden und seine Freundin Regine (Waltraud Haas) heiraten. Doch seine ehemalige Geliebte Ilonka (Marika Rökk), eine Revuesängerin, räumt nicht kampflos das Feld.

Als sie dem glücklich vermählten Paar zufällig bei den Flitterwochen in Venedig begegnet, beschließt sie, den beiden ihre Hochzeitsnacht im Paradies zu vermiesen. So werden Ulrichs Flitterwochen zu Zitterwochen.

Julia, Du bist zauberhaft

Montag, 5. Mai 2008, 18:30 Uhr
Mittwoch, 21. Mai 2008, 20:30 Uhr

Ö 1961; R: Alfred Weidenmann; D: Lilli Palmer, Ljuba Welitsch, Thomas Fritsch, Charles Regnier, Jean Sorel; 95 Min.

Julia Lambert ist durch ihren Charme und Esprit der Star eines Londoner Theaters. Privat verhält sie sich gegenüber ihrem Ehemann Michael Gosselyn, dem Chef des Theaters, eher kühl.

Eines Tages lädt der junge, gutaussehende Steuerberater des Theaterunternehmens Julia zum Tee in seine Wohnung ein. Die einst so ausgeglichene Julia beginnt eine Afäre mit dem unerfahrenen Tom, den sie fortan mit Geschenken überhäuft. Doch nach einiger Zeit tritt die junge Schauspielerin Avice in Toms Leben...

Elegantes, von leiser Ironie durchzogenes Unterhaltungstheater nach Somerset Maugham; ausgezeichnet gespielt, mit geistreichem Dialog.

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Lulu

Sonntag, 4. Mai 2008
Donnerstag, 22. Mai 2008, 18:30 Uhr

Ö 1962; R: Rolf Thiele; D: Nadja Tiller, O.E.Hasse, Hildegard Knef, Mario Adorf, Charles Regnier; 100 Min.

Die schöne Lulu, eine geheimnisvolle Kindfrau, verwirrt vier grundverschiedene Männer und treibt sie in den Tod, bis sie selbst mit einem Messer im Bauch in der Gosse landet. Wedekinds bis 1918 verbotene Dramen "Erdgeist" (1898) und "Die Büchse der Pandora" (1903) in einer Kinoversion, die für jene "Lasterhaftigkeit" sorgt, die in den frühen 60er Jahren als "gewagt" galt.

Mariandls Heimkehr

Sonntag, 4. Mai 2008, 18:30 Uhr
Mittwoch, 28. Mai 2008, 18:30 Uhr

Ö 1962; R: Werner Jacobs; D: Conny Froboes, Rudolf Prack, Peter Weck, Waltraud Haas, Hans Moser; 93 Min.

Eine Schlagertönende "Mariandl"-Fortsetzung; ein typischer Heimatfilm mit Conny Froboes und Hans Moser.

Nach der Heirat mit Hofrat Geiger zieht Marianne zu Ihrem Mann nach Wien. Sie führt den Haushalt, während ihre Tochter die Musikakademie besucht. Doch Mariandl hat Liebeskummer. Ständig erwischt sie ihren Peter in merkwürdigen Situationen mit anderen Frauen.

Marianne dagegen muss sich andauernd die Anspielungen von Franzi, Geigers langjähriger Haushälterin, anhören, die sich selbst gern als Hofrätin gesehen hätte. Entnervt beschließen Mutter und Tochter Wien zu verlassen und den Großvater zu besuchen. Dieser hat einen heruntergekommenen Bauernhof in der Wachau geerbt hat.

Um die Schulden zu bezahlen, soll der Tierbestand an einen Schlachthof verkauft werden. Das kann Mariandl auf keinen Fall zulassen. Mit Benefiz-Konzerten will sie das nötige Geld aufbringen...

=> Filmbesprechung auf br-online.de

Charleys Tante

Sonntag, 4. Mai 2008, 16:30 Uhr
Donnerstag, 29. Mai 2008, 20:30 Uhr

Ö 1963; R: Geza von Cziffra; D: Peter Alexander, Rudolf Vogel, Helli Servi, Alfred Böhm; 91 Min.

Diplomat Dr. Otto Wilder muss seinem jüngeren Bruder aus der Patsche helfen. Dieser hat gemeinsam mit seinem Freund Charley zwei hübsche Schwedinnen eingeladen. Doch das Rendezvous droht zu platzen, weil sie keine Anstandsdame vorweisen können. Kurzerhand schlüpft Otto in Frauenkleider und gibt sich als Charleys Tante aus. Als überraschend die echte Erbtante auftaucht, droht der Schwindel aufzufliegen...

Romanze in Venedig

Samstag, 3. Mai 2008, 20:30 Uhr
Mittwoch, 21. Mai 2008, 18:30 Uhr

Ö 1962; R: Eduard von Borsody; D: Walter Reyer, Willi Birgl, Annie Rosar, Ann Smyrner, Jane Tilden; 96 Min.

Auf dem alten Herrensitz der Karpathys im österreichischen Burgenland feiert man Polterabend. Nikolaus Karpathy ist am Ziel seiner Wünsche. In Andrea von Bruggern hat er eine reizende Braut gefunden und in Theodor von Bruggern einen reichen Schwiegervater, der bereit ist, seinem leichtsinnigen Schwiegersohn finanziell nachhaltig unter die Arme zu greifen. Am Hochzeitsmorgen kommt es jedoch zu einem handfesten Skandal...

=> Mehr zum Film auf br-online

Drei Liebesbriefe aus Tirol

Samstag, 3. Mai 2008, 18:30 Uhr
Dienstag, 20. Mai 2008, 20:30 Uhr

Ö 1962; R: Werner Jacobs; D: Paul Hörbiger, Hans Moser, Ann Smyrner, Udo Jürgens, Annie Rosar; 106 Min.

Die vertraute Geschichte vom jungen Komponisten und der berühmten Sängerin, die allein dazu geeignet ist, seinen Schlager zu singen; eingeflochten in die Handlung sind mehrere Revuen der Wiener Stadthalle und Auftritte für Volksschauspieler.

Das süße Leben des Grafen Bobby

Samstag, 3. Mai 2008, 16:30 Uhr
Dienstag, 20. Mai 2008, 18:30 Uhr

Ö 1962; R: Geza von Cziffra; D: Peter Alexander, Gunther Philipp, Rolf Olsen, Oskar Sima, Margitta Scherr, Rolf Olsen, Fritz Muliar, Bill Ramsey, Sieglinde Thomas, Gerd Frickhöffer, Ingeborg Schöner; 92 Min.

Graf Bobby und Mucki versuchen ihre Finanzen als Privatdetektive aufzubessern. Bobby verkleidet sich als Frau und schließt sich unerkannt einer Tanztruppe an, um einen vermeintlichen Mädchenhandel auszuforschen. Bei dem Engagement auf einem schwimmenden Nachtlokal, einer Jacht im Mittelmeer, verliebt sich Bobby in die Tänzerin Vera und entdeckt, dass sein Auftraggeber der Chef einer Rauschgiftschmugglerbande ist...

=> Graf Bobby in der Wikipedia

Drei Mann in einem Boot

Freitag, 2. Mai 2008, 20:30 Uhr
Montag, 19. Mai 2008, 18:30 Uhr

Ö/BRD 1961; R: Helmut Weiss; D: Bum Krüger, Walter Giller, Heinz Erhardt, Hans-Joachim Kulenkampf; 93 Min.
"Drei Mann in einem Boot" ist die freie Adaption eines Romans von Jerome K. Jerome. Regisseur Helmut Weiss (Die Feuerzangenbowle) inszenierte diese ausgelassene Komödie vor dem Hintergrund der optisch reizvoll in Szene gesetzten Rheinlandschaft.

In der Rolle des schusseligen Schiffskochs ("Ich sitz' in der Kombüse und putze das Gemüse") verbreitet Heinz Erhardt seinen unwiderstehlichen kalauernden Humor: "Und ich dachte, du könntest einen Rembrandt nicht von einem Weinbrand unterscheiden." Auch der Schwabe Willy Reichert fehlte nicht in der lustigen Urlaubspartie, für die Erhardt das Rad mit Schiffsplanken vertauschte.

=> Mehr zum Film auf br-online
=> Wikipedia zum Film
=> Filmkritik auf dvd-center

Ruf der Wildgänse

Freitag, 2. Mai 2008, 18:30 Uhr

Ö 1961; R: Hans Heinrich; D: Ewald Balser, Brigitte Horney, Gertraus Jesserer, Marisa Mell; 91 Min.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts hat eine Farmersfamilie in Kanada unter der Härte des habgierigen puritanischen Vaters zu leiden. Glaubwürdig gespieltes Drama, das sich der attraktiven Landschaft Kanadas bedient, um die üblichen Verwicklungen und Stimmungen des deutschsprachigen Heimatfilms jener Jahre zu entwickeln.

In Zeiten des Glücks
Sissi und der Herr Karl

Österreichischer Film von 1954 bis 1970
Programm 25. April – 1. Mai 2008


Freitag, 25. April 2008
18:30 Uhr: Der Prozess
20:30 Uhr: Goetz von Berlichingen

Samstag, 26. April 2008
16:30 Uhr: Sissi, I. Teil
18:30 Uhr: Der Engel mit der Posaune
20:30 Uhr: Der veruntreute Himmel

Sonntag, 27. April 2008
16:30 Uhr: Das Riesenrad
18:30 Uhr: Menschen unter Haien
20:30 Uhr: Des Teufels General

Montag, 28. April 2008
18:30 Uhr: Pünktchen und Anton
20:30 Uhr: Der letzte Akt

Dienstag, 29. April 2008
18:30 Uhr: Im weißen Rößl
20:30 Uhr: Das Erbe von Björndal

Mittwoch, 30. April 2008
18:30 Uhr: Jedermann
20:30 Uhr: Mariandl

Donnerstag, 1. Mai 2008
16:30 Uhr: Sissi, die junge Kaiserin
18:30 Uhr: Der Herr Karl
20:30 Uhr: Saison in Salzburg

Saison in Salzburg

Donnerstag, 1. Mai 2008, 20:30 Uhr
Sonntag, 18. Mai 2008, 18:30 Uhr

Ö 1961; R: Franz Josef Gottlieb; D: Peter Alexander, Gunther Philipp, Waltraud Haas; 97 Min.

Im Mittelpunkt der musikalischen Komödie steht der österreichische Publikumsliebling Peter Alexander - damals im Zenit seiner Karriere als Plattenstar, Sänger, Filmschauspieler und TV-Entertainer, der für heftige Verwirrungen sorgt: zunächst bei "Wirtin" Waltraut Haas, dann bei deren "Stieftochter" Ingeborg Schöner. Aber auch seine Kumpane Hans alias Peter Vogel und Toni alias Gunther Philipp können sich Hoffnung auf das Glück zu zweit machen.

Als die Operette "Saison in Salzburg" trotz großen Erfolges abgesetzt wird, stehen die jungen Schauspieler Heinz Doll, Toni Mack und Hans Stiegler auf der Straße, ein neues Engagement ist weit und breit nicht in Sicht. Da der Mensch aber essen und trinken muss, lassen sie sich auf ein Experiment ein. Der Gasthof "Zum blauen Enzian" sucht dringend einen Kellner, einen Portier und einen Liftboy, und das Trio meldet sich auf die Annonce. Die junge verwitwete Wirtin Theres Stolzinger nimmt sie in ihrer Not auch ohne Referenzen. Heinz, Toni und Hans erweisen sich bald als so perfekt in ihren neuen "Rollen", dass Theres ihnen Dauerstellungen anbietet.

Dabei spielt der unwiderstehliche Charme von Kellner Heinz eine nicht unbedeutende Rolle, wie sie sich insgeheim eingesteht. Der neue Mann gefällt ihr von Tag zu Tag mehr, die Chancen ihres alten hartnäckigen Verehrers Dr. Erich Elz scheinen allmählich zu schwinden, zumal auch Heinz sich von der schönen Chefin beeindruckt zeigt.

Auch für Hans, den Liftboy, und Toni, den Portier, scheint das Glück zu winken: das Zimmermädchen Vroni wirft Hans verliebte Blicke zu, die Köchin Walpurga hat für den hungrigen Toni immer ein paar Extra-Leckerbissen parat. Doch als Theres' bildhübsche Stieftochter Annemarie im Gasthof auftaucht, geraten die Gefühle mächtig durcheinander und das dreifache Happy End scheint in weite Ferne zu rücken.

Unterhaltungsspezialist Franz Josef Gottlieb (1930-2006) verfilmte die Fred-Raymond-Operette von 1938 mit viel Schwung, unterstützt von seinem gut aufgelegten Ensemble. Publikumsliebling Peter Alexander stellte seinen jungenhaften unwiderstehlichen Charme, sein Komödiantentum und seine grandiose Musikalität unter Beweis. Zu den Liedern, die er präsentiert, gehören der populäre Titel der Oper "Salzburger Nockerln" und die Evergreens "Und die Musik spielt dazu", "Wenn der Toni mit der Vroni" und "Reich mir die Hände".

Neun Jahre zuvor war die erste, schwarz-weiße Version mit Adrian Hoven, Johanna Matz und Gretl Schörg in den Hauptrollen unter der Regie von Ernst Marischka entstanden. 1966 inszenierte Wolfgang Schleif eine TV-Adaption des populären Stoffes mit den zündenden Melodien.

=> Filmdaten auf IMDB
=> Mehr zum Film auf Wikipedia
=> Fotos auf der Peter-Alexander-Website

Sissi, die junge Kaiserin

Donnerstag, 1. Mai 2008, 16:30 Uhr
Samstag, 17. Mai 2008, 18:30 Uhr

Ö 1956; R: Ernst Marischka; D: Romy Schneider, Karlheinz Böhm, Josef Meinrad, Gustav Knuth; 107 Min.

Fortsetzung des Erfolgsfilms "Sissi", der die ersten Ehejahre der Kaiserin Elisabeth von Österreich schildert. Das erste Kind erblickt das Licht der Welt; in Budapest findet die Krönung statt. Eine auf Traumfabrik angelegte Unterhaltung, für die der historische Stoff im wesentlichen nur "Aufhänger" ist.



=> Zum historischen Hintergrund auf Dikigoros Website

Der Herr Karl

Donnerstag, 1. Mai 2008, 16:30 Uhr
Samstag, 17. Mai 2008, 18:30 Uhr

Ö 1961; R: Erich Neuberg; Buch: Carl Merz, Helmuth Qualtinger; D: Helmuth Qualtinger; 57 Min.

Die Mentalität des Herrn Karl, die immun gegen geschichtliche Katastrophen zu sein scheint, steht in satirisch hervorgehobener Beziehung zum Thema der „unbewältigten“ Vergangenheit. Der kleine Mann wird da satirische entworfen und preisgegeben, die Fülle der Vorbilder österreichischer Selbstkritik wird nach Johann Nestroy, Karl Kraus, Öden von Horvath und vielen anderen durch ein neues, kostbares Exemplar säkularer Bitterlichkeit ergänzt.

In „Der Herr Karl“ ist Helmut Qualtinger in seiner unvergesslichen Glanzrolle zu sehen: Der große Kabarettist gibt darin Einblick in die Abgründe des goldenen Wiener Herzens. Wie keine andere seiner vielen Rollen ist die des „Herrn Karl“ mit seinem Namen verbunden geblieben und zu einem Synonym des Wiener Originals geworden.

BEIPROGRAMM: Ein Münchner im Himmel, Zeichentrickfilm, L: 10 Min

=> Die Vorbilder des "Herrn Karl" auf 0e1.orf.at
=> Wikipedia

Mariandl

Mittwoch, 30. April 2008, 18:30 Uhr
Samstag, 17. Mai 2008, 16:30 Uhr

Ö 1961; R: Werner Jacobs; D: Rudolf Prack, Hans Moser, Gunther Philipp, Conny Froboess, Waltraud Haas; 88 Min.

Dem peniblen Hofrat Geiger (Rudolf Prack) fällt es wie Schuppen von den Augen: Die 18-jährige Mariandl (Conny Froboess), die sich für ein Musikstudium bei ihm bewirbt, ist seine eigene Tochter. Reumütig beschließt er, seine Vaterpflichten nachzuholen und reist nach Dürnstein, wo er vor 19 Jahren Mariandls Mutter Marianne traf.

Diese betreibt einen Gasthof, der jedoch mangels Gästen kurz vor der Pleite steht. Marianne sieht sich gezwungen, einen wohlhabenden Hotelier zu heiraten. Als jedoch plötzlich Geiger vor ihr steht, flammen alte Gefühle wieder auf.

=> Neuverfilmung des Heimatfilms "Hofrat Geiger" von 1947.
=> Fortsetzung: "Mariandls Heimkehr"
=> Filmbesprechung auf br-online.de

Jedermann

Mittwoch, 30. April 2008, 18:30 Uhr
Samstag, 17. Mai 2008, 20:30 Uhr

Ö 1961; R: Gottfried Reinhardt; D: Ellen Schwiers, Walter Reyer, Kurt Heintel, Paul Dahlke; 96 Min.

Hugo von Hofmannsthals Spiel vom reichen Jedermann, den der Tod vor Gottes Gericht ruft, als Inszenierung der Salzburger Festspiele 1961 in einer bemerkenswerten filmischen Wiedergabe.

Das Erbe von Björndal

Dienstag, 29. April 2008, 20:30 Uhr
Freitag, 16. Mai 2008, 18:30 Uhr

Ö 1960; R: Gustav Ucicky; D: Joachim Hansen, Hans Nielsen, Maj-Britt Nilsson, Brigitte Horney, Calr Lange, Hans-Christian Blech; 96 Min.

Die Fortsetzung von "Und ewig singen die Wälder" setzt die Familiengeschichte der Björndals bis in die Anfänge der dritten Generation fort. Der nach den Erfolgsromanen von Trygve Gulbranssen (1933) komprimierte Heimatfilm war einer der großen Publikumsrenner der 50er Jahre, prägte das Norwegenbild.

Auf Björndal ist wieder Ruhe eingekehrt. Nach dem Tod des Vaters hat der junge Dag (Joachim Hansen) seine Nachfolge angetreten und bemüht sich um ein gutes Verhältnis zu seinem Nachbarn von Gall (Carl Lange). Der junge Bauer ist entschlossen, ihm den Borgland-Hof zurückzugeben, den sein Vater durch den heimlichen Erwerb von Wechseln an sich gebracht hatte.

Dag überlässt dem alten Herrn die Bewirtschaftung des Gutes und stellt ihm Tante Elo (Brigitte Horney), eine liebenswerte Verwandte seiner Frau Adelheid (Maj-Britt Nilsson), an die Seite. Außerdem holt er Adelheids Vater, Major Barre (Hans Nielsen), nach Björndal, wo dieser mit der jungen Familie seinen Lebensabend verbringen soll.

Das glückliche Zusammenleben wird jedoch gestört, als die Magd Gunvor (Ellen Schwiers) auf dem Hof erscheint. Adelheid steigert sich in eine grundlose Eifersucht. Doch während sie Dag verdächtigt, stellt ihr Vater der Magd heimlich nach, und eines Tages erwartet Gunvor sogar ein Kind von ihm. Als sie daraufhin vom Hof verwiesen wird, verursacht sie aus Rache den Tod des kleinen Sohnes von Adelheid und Dag.

Die Jahre vergehen, und allmählich kommt das Familienleben wieder ins Lot; ein zweiter Sohn wird geboren. Aber an jenem Tag, an dem Dag Herrn von Gall sein Gut Borgland zurückgeben will, wird Björndal erneut von einem Schicksalsschlag getroffen.

=> Filmdaten auf IMDB
=> Trailer und Bilder auf kinowelt.de
=> Fotogalerie auf filmportal.de
=> Über den Autor der Romanvorlage Trygve Gulbranssen auf Wikipedia

Pünktchen und Anton

Montag, 28. April 2008, 18:30 Uhr
Freitag, 16. Mai 2008, 20:30 Uhr

Ö/BRD 1953; R: Erich und Thomas Engel; D: Hertha Feiler, Paul Klinger, Sabine Eggerth; 90 Min.

Kästners Kinderroman von der Freundschaft zwischen einem Mädchen aus reichem Haus und dem Jungen, der für seine arme kranke Mutter sorgen muss, in einer Verfilmung aus den 50er Jahren. Ansehnliche Familienunterhaltung, die die pädagogischen Motive im Hintergrund belässt.

Des Teufels General

Sonntag, 27. April 2008, 20:30 Uhr
Donnerstag, 25. Mai 2008, 18:30 Uhr

Ö 1955; R: Helmuth Käutner; B: Georg Hurdalek nach einem Theaterstück von Carl Zuckmayer D: Curd Jürgens, Viktor de Kowa, Marianne Koch, Albert Lieven; 117 Min.

Noch nie konnte Flieger-General Harras (Curd Jürgens) den Nazis besondere Sympathien entgegenbringen. Im Dezember 1941 hält er den Krieg bereits für verloren. Dies lässt er auch die Nazi-Oberen spüren, was dazu führt, dass auch das Regime ihm kritisch gegenübersteht. Da er jedoch für die technische Leitung der Luftwaffe verantwortlich zeichnet, ist man auf ihn angewiesen.

Nachdem sich jedoch die Pannen und Abstürze häufen, glauben einige an Sabotage und sehen in Harras den Schuldigen. SS-Gruppenführer Schmitz-Lausitz (Viktor de Kowa) setzt sich über seine Bedenken hinweg und gibt gegen seinen Willen einige Maschinen zum Kampfeinsatz frei. Prompt stürzen diese ab, in einer sitzt einer der besten Freunde Harras`. Nun versucht der General selbst herauszufinden, was hier faul ist.

Carl Zuckmayers Bühnenstück über Schuld und Verstrickung in Schuld hatte den Flieger Ernst Udet zum Vorbild, der von den Nazis in den Tod getrieben wurde. Für Regisseur Helmut Käutner und Darsteller Curd Jürgens war es - der auch internationale - Durchbruch. Jürgens bekam als bester Hauptdarsteller den "Goldenen Löwen" der Biennale in Venedig.



"Kein Theaterstück prägte die deutsche Nachkriegsliteratur so wie Carl Zuckmayers "Des Teufels General". Was seinerzeit zunächst noch auf Kritik, dann später aber zum stets umjubelten Kassenerfolg wurde, war die Geschichte eines Lebemanns, eines guten Generals, der um der Karriere willen den Pakt mit dem Teufel eingegangen war.

Was Zuckmayer meisterhaft schildert, das ist die Lebenswirklichkeit im Dritten Reich, was misslingt, das ist das Erstellen eines Denkmals für den deutschen Widerstand in Form des Ingenieurs Oderbruch, der aus purer Verzweifelung selbst den Kameradenmord in Kauf nimmt (und daher kaum zur Identifikation mit den Widerstandskämpfern taugt)."
Aus einer Kundenrezension auf Amozon.de

=> Materialien auf filmportal.de
=> Eine kritische Auseinandersetzung mit dem Film
=> Der Kurier zu Käutners 100. Geburtstag

Menschen unter Haien

Sonntag, 27. April 2008, 18:30 Uhr

Ö 1948; R: Hans Haas; Dokumentarfilm; 78 Min.

Dokumentarfilm, gedreht während des Zweiten Weltkriegs in der Ägäis. Mit Kamera und Harpune jagen Forscher den Geheimnissen des Meeres nach. Fische verschiedenster Art, Polypen, Korallen, unterseeische Grotten ziehen vorbei, ein versunkenes Wrack wird durchstöbert. Eine unterhaltende Kombination von wissenschaftlichem Interesse und Abenteuerlust.

Das Riesenrad

Sonntag, 27. April 2008, 16:30 Uhr
Donnerstag, 15. 2008, 20:30 Uhr

Ö 1961; R: Géza von Radványi; D: Maria Schell, O.W.Fischer, Adrienne Gessner; 110 Min.

Das Schicksal einer Unternehmerfamilie im Laufe dreier Generationen. Als Hintergrund dienen die politischen Wandlungen Österreichs vom Kaiserreich bis zu den 50er Jahren. Ein in Darstellung und Dialog gepflegter Starfilm, zugeschnitten auf ein großes Publikum.

Der veruntreute Himmel

Samstag, 26. April 2008, 20:30 Uhr
Mittwoch, 14. Mai 2008, 18:30 Uhr

Ö 1958; R: Ernst Marischka; D: Rudolf Vogel, Vilma Degischer, Annie Rosar, Kurt Meisel, Viktor de Kowa; 105 Min.

Eine fromme böhmische Dienstmagd unterstützt unter großen Opfern ihren Neffen, damit dieser Theologie studieren und Priester werden kann - nicht ganz uneigennützig, da sie sich durch ihn fortwährende Fürsprache im Himmel und ihr Seelenheil erhofft. Nach Jahren muß sie erkennen, dass sie einen geldgierigen Taugenichts förderte, wodurch ihr allerdings auch klar wird, dass man sein Heil nicht erkaufen kann.

Thema dieses Films nach einem feinsinnigen religiösen Romans von Franz Werfel ist die Unsinnigkeit von Erlösungsversuchen aus eigener Initiative. Die bewegende Darstellung der Hauptfigur macht den Film bemerkenswert.

Der Engel mit der Posaune

Samstag, 26. April 2008, 18:30 Uhr
Montag, 12. Mai 2008, 16:30 Uhr

Ö 1949; R: Karl Hartl; D: Paula Wessely, Attila Hörbiger, Hedwig Bleibtreu, Paul Hörbiger, Hans Holt, Curd Jürgens, Oskar Werner, Maria Schell, Fred Liewehr, Helene Thimig, Carl Günther, Gustav Waldau, Anton Edthofer, Karlheinz Böhm; 137 Min.

Die Geschichte einer Wiener Klavierbauer-Familie von 1888 bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs. In ausladender Form behandelt der Film das Wechselverhältnis von Staat und Familie und erlaubt am Rande Einblicke in Geschichte und Kulturgeschichte Österreichs. Von dem dank einer Reihe erstklassiger Schauspieler bemerkenswerten Film ließ Alexander Korda 1950 eine englische Fassung ("The Angel With the Trumpet") drehen, in der neben Maria Schell und Oskar Werner englische Schauspieler eingesetzt wurden.

Karl Hartls erste Regiearbeit nach zehnjähriger Pause gab den Stars der Wien-Film, Paula Wessely und Attila Hörbiger, die Möglichkeit, sich vom NS-Regime zu distanzieren: Durch ihren Selbstmord als österreichische Jüdin entnazifizierte sich Paula Wessely gewissermaßen selbst. Das österreichische Publikum honorierte die »Rehabilitierung des Österreichertums« (Franz Antel), indem es Engel mit der Posaune zum besten Film des Jahres erkor. (Maria Fritsche)

=> Mehr zum Film auf filmportal.de

Sissi, I. Teil

Samstag, 26. April 2008, 16:30 Uhr
Mittwoch, 14. April 2008, 20:30 Uhr

Ö 1955; R: Ernst Marischka; D: Romy Schneider, Karlheinz Böhm, Vilma Degischer, Magda Schneider; 102 Min.

Die Liebesgeschichte des jungen Kaisers Franz Joseph und der bayrischen Prinzessin Elisabeth. Romantische Unterhaltung für alle Menschen, die keine Angst vor Gefühlen haben. (Im Kino ist's dunkel, da sieht keiner die Tränen der Rührung.)

=> Zum historischen Hintergrund auf Dikigoros Website
=> Die Sissi-Film-Website

Goetz von Berlichingen

Freitag, 25. April 2008, 20:30 Uhr
Dienstag, 13. Mai 2008, 18:30 Uhr

Ö 1955; R: Dr. Alfred Stöger, Josef Gielen; D: Raoul Aslan, Judith Holzmeister, Ewald Balser, Albin Skoda; 87 Min.

Goethes Ritterdrama in der Aufführung des Wiener Burgtheaters. Die Aufzeichnung einer Bühneninszenierung aus den 50er Jahren ist ein bedeutendes theaterhistorisches Dokument.

Der Prozess

Freitag, 25. April 2008, 18:30 Uhr
Dienstag, 13. Mai 2008, 20:30 Uhr

Ö 1948; R: G.W.Pabst; D: Marianne Schönauer, Maria Eis, Hermann Thimig, Ewald Balser; 108 Min.

Auf einer wahren Begebenheit beruhendes Drama über die chauvinistische Wurzeln des Antisemitismus im 19. Jahrhundert: In einem ungarischen Dorf wird das Verschwinden eines Mädchens der jüdischen Gemeinde als Ritualmord angelastet. Es kommt zu Gewalttaten, Verhaftungen und einem bösartig inszenierten Mordprozess (1882), bei dem es dem liberalen Politiker und Rechtsanwalt Eötvös gelingt, falsche Zeugenaussagen zu widerlegen und einen Freispruch zu erwirken.

Ein sehr eindrucksvoller Film, der als erste österreichische Nachkriegsarbeit von G.W. Pabst in Venedig 1948 für die beste Regie und Darstellung (Ernst Deutsch als Tempeldiener) preisgekrönt wurde.

"Nicht der gleichnamige Kafka-Roman sondern "Prozeß auf Leben und Tod" von Rudolf Brunngraber lieferte die Vorlage für diese österreichische Produktion aus dem Jahr 1948. Und man merkt schon, dass die Österreicher bestrebt sind, innerhalb kürzester Zeit die Gräuel des Zweiten Weltkriegs und der Judenverfolgung zumindest filmisch aufzuarbeiten. Dies gelingt vielleicht auch daher, dass die Handlung gut 60 Jahre zurückverlegt wurde. Allerdings muss man sich doch öfters fragen: Warum wusste man dass nicht alles 15 Jahre vorher." (moviemaster)

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Antinomie Stadt — Degna Martens

Freitag, 30. Mai 2008, 20 Uhr

Kurzfilm
Produktionsjahr: 2005
Produzent: Degna Martens
Format: Mini DV
Länge(min): 16
Ansprechpartner: Degna Martens

Inhalt
Der Film ANTINOMIE STADT beruft sich auf die Flanerie von Charles Baudelaire und Franz Hessel. Dieses Sujet wird in der urbanen Gegenwart wiederbelebt: Der Protagonist trifft als Flaneur auf seinen Widersacher, der die großstädtische Reizüberflutung gegen die Ausgeglichenheit des Meeres eintauschen will. Einen Tag bittet der Flaneur sich aus, seinem Kontrahenten von den Reizen der Stadt zu überzeugen. Gemeinsam machen sie sich auf.

Warum gescheitert und Rezension
Das vergessene Thema der Flanerie, der individuelle Blick auf die Stadt, eingefangen in literarischen Augenblicken alter Meister, fand bei einem Teil des Diplomprüfungsgremiums keinen Anklang. pathetische Sprache, zu gewagte Schnitte. Vor die herangezogene Wahl "Friss Vogel oder stirb" gestellt, wollte eine Professorin lieber sterben. Anatomie einer Stadt setzt einen literarischen Text über den Müßiggang, dem bewussten Durchstreifen der Umwelt, dem Flanieren in eine reale Umgebung. Der für Berlin geschriebene Text passt sich gleichwohl in das Hamburger Flair des Schanzenviertels ein. Eines Stadtteil, in dem per se der Keim des feineren Lebenssinns erfolgreich seine Blüten schlägt. Die literarisch künstliche Sprache befremdet zuerst durch ihren Postromantizismus. Aber nur bis zum zweiten Satz, denn dann geht der sprachverliebte Zuschauer auf die Konvention ein und genießt den schönen Klang der Worte. Im subkulturellen Kino B-Movie sitzend werden die tausend kleinen Fenster, die Türen zum Draußen, dem Kino an sich beschworen. Das Für und Wider des städtischen Lebens hat nur ein Ziel: Ein Hohelied auf den Rausch der Eindrücke und Botschaften der Stadt. Es ist es, als hätte die Hand Roland Barthes den erotischen Diskurs geführt.

The Amp Hymn — Paul Poet

Freitag, 30. Mai 2008, 20 Uhr

Musikvideo, gesellschaftspolitisches Splatter-Melo
Produktionsjahr: 2005
Produzent: Paul Poet für Nuclear Blast/Pungent Stench
Format: 16:9, IMX, Kopie: DVD
Länge(min): 4
Ansprechpartner: Paul Poet

Inhalt
THE POP WAR CYCLE, PART 2: THE AMP HYMN(Band: PUNGENT STENCH, Label: NUCLEAR BLAST)Austria/Germany 2005, IMX, 16:9, 04´07" MinutesDirector, Writer, Producer: Paul PoetDOP: Ralf Jacobs Edit: Kostas ServisFeaturing: Pungent Stench, Vivian, Gerhard Aba, Elke Gschwindl, Andrea Fink,.With financial support by MA7 Wien Kultur and SKE FundsMusicvideo for Austrian SplatterMetal-legend PUNGENT STENCH as a wild mixture of Fassbinders In A Year of Thirteen Moons and Jess Francos infamous Women in Prison-Flicks.

Warum gescheitert und Rezension
Es geht um das Einbauen "gescheiterter", verdrängter Bevölkerungsgruppen in die schönen poppenden Warenwelten MTVIVAs, also inhaltlich um den Prozess des Scheirterns selbst, der denk ich glücklich mit dem Video verwirklicht wurde. Der Film selbst ist deshalb gescheitert, weil er anders als der erste Teil meines POP WAR CYCLEs, wo ich die HipHopper BLUMENTOPF und TEXTA mit Obdachlosen als Protagonisten beglückte und der erfolgreich auf den Musiksendern, durch die Printjournaille und die Kommerzstrukturen als Agent provocateur rotierte, THE AMP HYMN sofort nicht nur von den Sendern sondern auch vom Label selbst, der Heavy Metal-Hochburg Nuclear Blast, deren provokantes Erscheinungsbild wohl nicht die Hirnoffenheit abseits klassischer Landkonservativität wiederspiegelt, abgesehen von Festival-Einsatz verboten wurde. Ein Heavy Metal-Splatter-Musikvideo mit politisch ganz und gar nicht korrektem feministischem Subtext und real amputierten Frauen, die zu ihrer Sexualität stehen, war wohl zu viel für diese (Medien-)Welt! Sollte es mal „in“ werden sich ein Ohr abzuschneiden, dann hätten alle Optiker ein Problem. Das gleiche dürfte den Radlbauern mit den zukünftigenEinbeinigen passieren. Die Szenen werden gottseidank immer im Halbdunkel gehalten. Sonst bekäme ja manch einer Lust sich nach dem Piercen noch'ne Axt neben das Bett zu legen. Steile Musik und die Botschaft: Schön ist ein ganz mieses Vorurteil. Also vor dem Anschauen 'nen Schnaps trinken.(hwmueller)0Figur und GrundRegie: Harald Hols

In Zeiten des Glücks
Programm 23. – 29. Mai 2008

Österreichischer Film von 1945 bis 1970

Freitag, 23. Mai 2008
18:30 Uhr: Kaiser Joseph und die Bahnwärterstochter
20:30 Uhr: Ein Alibi zerbricht

Samstag, 24. Mai 2008
16:30 Uhr: Schwejks Flegeljahre
18:30 Uhr: Dies ist mein Wien
20:30 Uhr: Hilfe, meine Braut klaut!

Sonntag, 25. Mai 2008
16:30 Uhr: Graf Bobby - der Schrecken des Wilden Westens
18:30 Uhr: Sissi, Schicksalsjahre einer Kaiserin
20:30 Uhr: Einen Jux will er sich machen

Montag, 26. Mai 2008
18:30 Uhr: Die Nichten der Frau Oberst
20:30 Uhr: Der Weibsteufel

Dienstag, 27. Mai 2008
18:30 Uhr: Das weite Land
20:30 Uhr:Traumnovelle

Mittwoch, 28. Mai 2008
18:30 Uhr: Mariandls Heimkehr
20:30 Uhr: Ich heirate Herrn Direktor

Donnerstag, 29. Mai 2008
18:30 Uhr: Moos auf den Steinen
20:30 Uhr: Charleys Tante

In Zeiten des Glücks
Programm 18. – 23. April 2008

Österreichischer Film von 1945 bis 1970

Freitag, 18. April 2008
18:30 Uhr: Wenn die Glocken hell erklingen
20:30 Uhr: Maria Stuart

Samstag, 19. April 2008
16:30 Uhr: Ich bin kein Casanova
18:30 Uhr: Und ewig singen die Wälder
20:30 Uhr: Die unvollkommene Ehe

Sonntag, 20. April2008
16:30 Uhr: Ober, zahlen!
18:30 Uhr: Geständnis einer 16-Jährigen
20:30 Uhr: Das Dorf ohne Moral

Montag, 21. April 2008
18:30 Uhr: Mit Himbeergeist geht alles besser
20:30 Uhr: Das Bilderbuch Gottes

Dienstag, 22. April 2008
18:30 Uhr: Die Winzerin von Langenlois
20:30 Uhr: Kriminaltango

Mittwoch, 23. April 2008
18:30 Uhr: Spionage (Oberst Redl, 1955)
20:30 Uhr: Im Weißen Rößl

BSL-News 2008/15 — Irgendwas ist anders

Programm 18. - 24. April 2008
In Zeiten des Glücks
Österreichischer Film von 1945 bis 1970

Nochmal zeigen wir die Filme vom Ende der 50er Jahre bis 1960, darunter ein humorvolles Gustostückerl: "Mit Himbeergeist geht alles besser", eine ironisch gefärbte Komödie von Georg Marischka nach einem Bestseller von Johannes Mario Simmel um den Aufstieg eines gefeierten Fabrikanten, der schon in der Kriegsgefangenschaft mit Gaunereien begann und am Ende als betrogener Betrüger dasteht.

Zum populären Ensemble gehören neben O.W. Fischer und Marianne Koch auch der damalige TV-Star Petra Schürmann, der Schlagersänger Bill Ramsey und Helmut Qualtinger, der aus der eher kleinen Rolle des neureichen Reber ein Kabinettstück der Schauspielkunst macht. Am Montag, 21. April um 18:30 Uhr.

Weitere Highlights der Kinowoche in den BSL

Die Affäre des K.u.K.-Oberst Redl, Chef der österreichischen Abwehr, der auf Grund seiner homosexuellen Neigungen zur Spionage für Rußland erpresst wurde und nach seiner Verhaftung 1913 Selbstmord beging, wurde mehrmals verfilmt. Wir zeigen Franz Antels Version "Spionage" von 1955, die wohl auch von der damaligen politischen Lage beeinflusst war. Am Mittwoch, 23. April um 18:30 Uhr.

Unerhörte Töne erreichten Ende der 50er das Unterhaltungskino und brachten einen frischen Wind in die Walzer-Seligkeit. In "Ober, zahlen!" von E.W. Emo duellieren sich nicht nur Paul Hörbiger und hans Moser, sondern es geraten auch ein jazziges Musik-Espresso und ein Alt-Wiener Musik-Café aneinender. am Sonntag, 20. April um 20:30 Uhr.

"Kriminaltango" von Geza von Cziffra ist ein typisches Beispiel für das beliebte Genre des mit Komik gemixten Schlagerfilms der späten 50er und 60er Jahre. Mit Peter Alexander und der bildhübschen blonden Vivi Bach standen zwei Publikumslieblinge der damaligen Zeit an der Spitze des Ensembles. Am Dienstag, 22. April um 20:30 Uhr.

Da darf auch die vierte Verfilmung des "Weißen Rößl" nicht fehlen: Der Wolfgangsee als Schauplatz einer turbulenten, in die 60er Jahre verlegten Liebesgeschichte zwischen der Rößl-Wirtin (Waltraud Haas) und dem eifersüchtigen Oberkellner Leopold (Peter Alexander). Heinz Gietz hat die erfolgreiche Operette von Ralph Benatzky in (damals) modern klingende Arrangements gefasst. Am Mittwoch, 23. April um 20:30 Uhr.

Achja, die Gefühle! Nicht nur in der Musik passierte was Neues, auch im Liebes- und Beziehungsleben kam es zu Verunsicherungen der gewohnten Rollenbilder, die sich in einigen Filmen widerspiegeln:
Die unvollkommene Ehe, Samstag, 19. April, 20:30 Uhr
Geständnis einer 16-Jährigen, Sonntag, 20. April, 18:30 Uhr
Das Dorf ohne Moral, Sonntag, 20. April, 20:30 Uhr
Die Winzerin von Langenlois, Dienstag, 22. April, 18:30 Uhr
Das Thema ist halt unerschöpflich.

Für unverbesserliche: Tippen Sie doch Mal "Peter Alexander" in das Suchfeld unserer Website ein. Oder fällt Ihnen was anderes ein?

Das gesamte Programm von 18. bis 24. April 2008

Freitag, 18. April 2008
18:30 Uhr: Wenn die Glocken hell erklingen
20:30 Uhr: Maria Stuart

Samstag, 19. April 2008
16:30 Uhr: Ich bin kein Casanova
18:30 Uhr: Und ewig singen die Wälder
20:30 Uhr: Die unvollkommene Ehe

Sonntag, 20. April2008
16:30 Uhr: Ober, zahlen!
18:30 Uhr: Geständnis einer 16-Jährigen
20:30 Uhr: Das Dorf ohne Moral

Montag, 21. April 2008
18:30 Uhr: Mit Himbeergeist geht alles besser
20:30 Uhr: Das Bilderbuch Gottes

Dienstag, 22. April 2008
18:30 Uhr: Die Winzerin von Langenlois
20:30 Uhr: Kriminaltango

Mittwoch, 23. April 2008
18:30 Uhr: Spionage (Oberst Redl, 1955)
20:30 Uhr: Im Weißen Rößl

Donnerstag, 24. April 2008
Spielfrei

Freiluftkino in und um Wien

BSL-News 2008/14 — Skandal und gute Laune

Programm 11. - 17. April 2008
In Zeiten des Glücks
Österreichischer Film von 1947 bis 1970

Ein eitler Wiener Modearzt, der einem schwangeren jungen Mädchen nach einem Selbstmordversuch "geholfen" haben soll, der sich nicht um das Getuschel der Leute kümmert und sich über die Vorurteile der Gesellschaft der k.u.k.-Zeit hinwegsetzt: Diese Rolle im "Skandal in Ischl" war dem manieristischen O.W. Fischer auf den Leib geschneidert. Ein liebevoll stilisiertes Gesellschaftsbild mit Charme und ironischem Unterton. Am Sonntag, 13. April, 18:30 Uhr.

Weitere Highlights der Kinowoche in den BSL

Filme aus der zweiten Hälfte der 50er-Jahre stehen in dieser Woche auf dem Programm der Breitenseer Lichtspiele. Die vergangenen Zeiten spielen da zwar noch eine Rolle, aber die Stoffe werden frecher und spritziger. Auch die Filmemacher wurden offenbar von der guten Laune und den Erfolgen des Wiederaufbaus angesteckt. Beispiele dafür?

Alle Filme von 11. bis 17. April 2008

Freitag, 11. April 2008
18:30 Uhr: Vier Mädels aus der Wachau
20:30 Uhr: Das heilige Erbe

Samstag, 12. April 2008
16:30 Uhr: Scherben bringen Glück
18:30 Uhr: Der schönste Tag meines Lebens
20:30 Uhr: Die unentschuldigte Stunde

Sonntag, 13. April 2008
16:30 Uhr: Hallo Taxi!
18:30 Uhr: Skandal in Ischl
20:30 Uhr: Die Heilige und ihr Narr

Montag, 14. April 2008
18:30 Uhr: Jungfrauenkrieg
20:30 Uhr: Das Dreimäderlhaus

Dienstag, 15. April 2008
18:30 Uhr: Hoch klingt der Radetzkymarsch
20:30 Uhr: Im Prater blühn wieder die Bäume

Mittwoch, 16. April 2008
18:30 Uhr: So ein Millionär hat's schwer
20:30 Uhr: Der Wasserdoktor von Wörishofen

Donnerstag, 17. April 2008
18:30 Uhr: Man ist nur zweimal jung
20:30 Uhr: Traumrevue

BSL-News 2008/13 — Komödien, Operetten und Spielfilme

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Programm 4. - 10. April 2008
In Zeiten des Glücks
Österreichischer Film von 1947 bis 1970

Kein Zufall: In der chronologischen Retrospektive der Breitenseer Lichtspiele über den Österreichischen Film von 1947 bis 1970 häufen sich jetzt die Komödien und Schlager- und Operettenfilme.

"Mit Himbeergeist geht alles besser" - Im Mittelpunkt der unvergessliche O.W. Fischer als gefeierter Fabrikant, der schon in der Kriegsgefangenschaft mit Gaunereien begann und am Ende als betrogener Betrüger dasteht. Diesen Johannes-Mario-Simmel-Bestsellers inszenierte Georg Marischka mit leichter Hand. Eine ironisch gefärbte Starkomödie, die ihm 1962 den Österreichischen Filmpreis einbrachte.

Zum populären Ensemble gehören neben Marianne Koch auch der damalige TV-Star Petra Schürmann, der Schlagersänger Bill Ramsey und vor allem Helmut Qualtinger, der aus der eher kleinen Rolle des neureichen Reber ein Kabinettstück der Schauspielkunst macht. Am Samstag, 5. April 2008, 20:30 Uhr.

Weitere Highlights der Kinowoche in den BSL


Komödien
Operette
  • "Wiener Mädeln", eine Filmoperette über die Entstehung des berühmten Walzers von Ziehrer (1843–1922), der im Schatten der Familie Strauß stand. Von Willi Forst unter schwierigen Bedingungen vor und nach dem Ende des 2.Weltkrieges produziert.
  • "Kriminaltango" - typisches Beispiel für das beliebte Genre des mit Komik gemixten Schlagerfilms mit Vivi Bach, Peter Alexander und Boy Gobert
  • "Kaiserball" - "Very enjoyable, cleverly written and well-paced operetta-kitsch nonsense." (IMDB) Ein legendärer Höhepunkt: Hans Moser versucht mit Wien zu telefonieren.
Spielfilm
  • "Cordula" - Gustav Ucickys Verfilmung des Versepos "Kirbisch" von Anton Wildgans
  • Nach einer Filmnovelle von Erich Maria Remarque schildert Georg Wilhelm Pabst in "Der letzte Akt" die letzten Tage Hitlers und seiner engsten Umgebung in der Reichskanzlei, bis zu seiner Heirat mit Eva Braun, seinem Selbstmord und dem Einmarsch der Sowjets.

Alle Filme von 4. bis 10. April 2008

Freitag, 4. April 2008
18:30 Uhr: Das Dorf ohne Moral
20:30 Uhr: Geständnis einer 16-Jährigen

Samstag, 5. April 2008
16:30 Uhr: Das Bilderbuch Gottes
18:30 Uhr: Wenn Poldi in's Manöver zieht
20:30 Uhr: Mit Himbeergeist geht alles besser

Sonntag, 6. April 2008
16:30 Uhr: Kriminaltango
18:30 Uhr: Wiener Mädeln
20:30 Uhr: Königin der Landstraße

Montag, 7. April 2008
18:30 Uhr: Cordula
20:30 Uhr: Hallo Dienstmann

Dienstag, 8. April 2008
18:30 Uhr: Der letzte Akt
20:30 Uhr: Kaiserball

Mittwoch, 9. April 2008
18:30 Uhr: Bademeister Spargel
20:30 Uhr: Der letzte Akt

Donnerstag, 10. April 2008
18:30 Uhr: Kronprinz Rudolfs letzte Liebe
20:30 Uhr: Symphonie in Gold

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